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CREATON feiert Jubiläum

125 Jahre innovative Dachideen aus Wertingen

Foto 1: Undatierte historische Aufnahme des CREATON-Stammwerks in Wertingen und eine Luftaufnahme nach der jüngsten Modernisierung im Jahr 2008.

Foto 2: CREATON feiert 125 Jahre innovative Dachideen aus Wertingen nicht nur mit einem Produktfeuerwerk im Jubiläumsjahr 2009.

Foto 3: CREATON und das Dachdeckerhandwerk haben gemeinsam Grund zum Feiern. Alfons Hörmann (li.), Vorstandsvorsitzender der CREATON AG, übergibt in Füssen symbolisch 125.000 Tondachziegel für die Nachwuchsausbildung an ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider (2.v.l.) und die Landesinnungsmeister (v.l.n.r.) Heinz Luks (LV Mecklenburg-Vorpommern), Manfred Struwe (LV Westfalen), Wolfgang Blank (LV Brandenburg), Christoph Brosius (LV Sachsen), Ewald Kreuzer (LV Bayern), Ludwig Held (LV Hessen), Hans-Peter Kistenberger (LV BaWü). Rechts CREATON-Finanzvorstand Karsten Schüssler.

Foto 4: Eine Jubiläumsspende von 12.500 € für den Branchennachwuchs an die „Verlagshaus Wohlfarth-Stiftung für Berufsbildung": V.l.n.r.: Uwe Hennig (Wohlfarth-Stiftung), Vertriebsleiter Deutschland Jens Philippi und Vorstandsvorsitzender Alfons Hörmann.

Foto 5: Das CREATON-Team nahm das Jubiläum zum Anlass, um Ihrem Chef für seine langjährige „natürlich tonangebende“ Art zu danken. Stellvertretend übergaben Marketingleiterin Ivanka Burger (re.) und Vertriebsleiter Deutschland Jens Philippi (li.) ein Bild der Jubiläumsmarke, die sich aus den Köpfen des gesamten Teams zusammensetzt. Symbolisch soll sie ausdrücken, dass jeder an seinem Platz für Alfons Hörmann den Kopf hinhält, so wie er das tagtäglich für alle CREATONER macht.

Auch am Anfang standen Fleiß, Unternehmergeist und creative Ideen. Als Alois Berchtold 34-jährig im Jahr 1884 in Wertingen die Witwe eines Ziegeleibesitzers heiratete und mit der Produktion von „Bibern“ begann, konnte niemand ahnen, dass aus dieser Verbindung einmal die internationale Erfolgsmarke CREATON entstehen würde. Heute blickt die CREATON AG als Marktführer in Deutschland und Europas Nummer eins im Biberschwanzziegelsegment auf 125 Jahre Tondachziegel-Kompetenz zurück.

Nach Kriegsende startete das Unternehmen – mittlerweile als „Josef Berchtold GmbH“ – mit Tondachziegeln wie dem Klassiker „HARMONIE“ in die Wirtschaftswunderzeit, und das trotz des hohen Bedarfs nach dem Krieg stets ohne Qualitätskompromisse. Ein weiteres „Wirtschaftswunder“, das der Marke CREATON, begann 1992 nach der Fusion mit dem Autenrieder Tondachziegelhersteller Ernst Ott GmbH & Co. KG (1934 gegründet) zur Fa. CREATON. Bereits zwei Jahre vorher war in Autenried erstmals das so genannte Hydrocasing-Verfahren für einen berührungsfreien Brand eingesetzt worden. Nun war es möglich, Ziegel mit höchster Präzision herzustellen. 1991 übernahm der spätere Vorstandsvorsitzende Alfons Hörmann zunächst als Vertriebs- und Marketingleiter Verantwortung und stellte mit der vorausschauenden strategischen Entscheidung zur Fusion die Weichen für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen in Technologie und Marketing konsequent ausgebaut und so zum Markt-, Innovations- und Qualitätsführer in Deutschland sowie zum europäischen Marktführer im Segment Biberschwanzziegel. Mit ca. 50 Produktneuheiten wird im Jubiläumsjahr 2009 auch in wirtschaftlich schwierigem Umfeld die Innovationskraft noch einmal eindrucksvoll bestätigt.

So steht heute der Name CREATON für den „natürlich tonangebenden“ Anbieter einer schier unerschöpflichen Produktpalette, die fast keine Wünsche offen lässt. Was die hochwertigen Produkte verbindet, sind technische Innovation, Formschönheit, Farbechtheit, extreme Wetterfestigkeit und das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis. Das Unternehmen hat die Kulturgeschichte der Dachlandschaften entscheidend mitgeprägt.

Mit der Farbcollection „NOBLESSE“ und der Engoben-Collection „NUANCE“ startete der Tondachziegelhersteller 1993 eine äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Farbdesigner Friedrich Ernst v. Garnier. Die von Garnier fein aufeinander abgestuften Töne – 60 allein bei „NOBLESSE“ und zunächst weitere 18 bei „NUANCE“ – brachten Farbe zurück auf die Dächer. Mit den neuen Collectionen stand Architekten und Planern, Dachdeckern und Zimmerern, Investoren und Bauherren ein zuvor nie gekanntes Spektrum an Farben und hochwertigen Glasuren zur Verfügung.

Von Bayern aus in alle Welt
1995 ging CREATON an die Börse und stellte die Weichen für die Fortschreibung der Erfolgsgeschichte. Bereits 1994 startete das Unternehmen als erster in der Branche eine Großoffensive im Segment Großflächenziegel und sicherte sich auch darin einen Spitzenplatz im Markt. Mit Produkten wie „FUTURA“, „SINFONIE“, „DOMINO“, „MAGNUM“ und neuerdings auch „BALANCE“ sowie „RAPIDO“ ist CREATON nach wie vor Vorreiter auf diesem Gebiet – und stellt den Kunden auch hier ein beachtliches und viel beachtetes Spektrum an Formen und Farben zur Verfügung. Im gleichen Jahr eroberte die Großserienglasur „FINESSE“ deutsche Dachlandschaften. 1998 erwarb CREATON sein erstes Werk im sächsischen Guttau, Heimat der äußerst robusten und widerstandsfähigen Produkte „KERA-BIBER“ und „KERA-PFANNE“ / „PREMION“. „Natürlich tonangebend“ ist das Unternehmen aber nicht nur in seinem Kerngeschäft mit Tondachziegeln: 2004 wurde das Kompetenzzentrum für Spezialkeramik in Weroth (Westerwald) eröffnet, in dem innovative keramische Fassadenelemente hergestellt werden. Aufgrund des Erfolges des Fassadensystems „TONALITY“ ging bereits im September 2008 das zweite Werk an diesem Standort an den Start.

Das erste Auslandswerk nahm das Unternehmen 2005 im westungarischen Lenti in Betrieb, und seit Juni 2008 wird auch hier in einem zweiten Werk gefertigt. Durch diesen ungarischen Standort hat CREATON den wichtigen Markt in Südosteuropa erschlossen. Lenti sichert aber auch die Arbeitsplätze an den deutschen Standorten, da durch den Erfolg der in Ungarn hergestellten Tondachziegel auch die Nachfrage nach weiteren Modellen aus Deutschland und somit der Exportumsatz mit Produkten „made in Germany“ stetig steigt. Mittlerweile ist CREATON Exportweltmeister der deutschen Tondachziegelbranche und sichert jeden dritten deutschen Arbeitsplatz des Unternehmens durch seine Exportaktivitäten.

Dachkultur von der Nordsee bis nach Singapur
Ende 2005 erwarb die ETEX Group – einer der führenden Baustoffproduzenten Europas mit Sitz in Brüssel – die Stammaktien von CREATON. Dies bedeutete zweifellos eine Stärkung der internationalen Position des Unternehmens und liefert die Basis für wichtige zukünftige Weichenstellungen. Unter dem Dach von ETEX sind 90 internationale Firmen der Baustoffsparte organisiert. Am 1. Januar 2007 übernahm CREATON die Führung des Markenverbunds, der den Dachvertrieb der eigenen Marke sowie der ETEX-Schwesterunternehmen MEINDL und PFLEIDERER vereint.

In den Jahren 2007 und 2008 wurden mehr als 90 Mio. Euro in die Modernisierung bzw. den Bau von CREATON-Werken investiert, eine Summe, die in der Branche wohl beispiellos ist. Und sie ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Zu den realisierten Projekten zählen der Bau eines zweiten Werks jeweils in Weroth für die Fassadenziegelproduktion und Lenti für die Pressdachziegelproduktion, sowie der Wiederaufbau des Stammwerks in Wertingen und die Übernahme der TROST Dachkeramik & Co. KG im baden-württembergischen Malsch.

CREATON-Dächer kann man mittlerweile auf der ganzen Welt bewundern – von der Nordsee bis Singapur. Was sich in all den Jahren jedoch nicht geändert hat, sind Qualitätsanspruch und Traditionsbewusstsein des Unternehmens. Fleiß, Unternehmergeist und creative Ideen sind nach wie vor oberstes Gebot.

Doch ohne die treuen Kunden, Partner und langjährigen Weggefährten des Unternehmens hätten diese Tugenden allein wohl nicht zu der einzigartigen Erfolgsgeschichte gereicht. Deshalb nahm CREATON sein Jubiläum zum Anlass, um mit Spenden für die Nachwuchsarbeit zwei Marktpartner stellvertretend für die gesamte Branche zu unterstützen. Insgesamt 125.000 hochwertige Tondachziegel erhielten die deutschen Meisterschulen und Ausbildungszentren des ZVDH und seiner Landesinnungen, damit Azubis und Meisterschüler das Eindecken in der Fläche und die Detailarbeit an den Anschlüssen unter Realbedingungen einüben können. Außerdem erhielt die „Verlagshaus Wohlfarth-Stiftung für Berufsbildung“, die sich die vielfältige Förderung der Nachwuchsarbeit in der Baustoffbranche zum Ziel gesetzt hat, eine Jubiläumsspende von 12.500 Euro. „Das ist nicht zuletzt ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber unseren Marktpartnern, ohne die wir dieses schöne Jubiläum gar nicht hätten feiern können“, so CREATON-Vorstandsvorsitzender Alfons Hörmann.

 

(5-2009 / C 2369a)

27.05.2009