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Ofenfest im zweiten CREATON-Werk in Lenti

Ungarischer Standort wächst

Nach einer nur knapp neunmonatigen Bauzeit wurde das zweite Werk am ungarischen Standort Lenti im Rahmen eines Ofenfestes feierlich in Betrieb genommen. Den ersten „ofenfrischen“ Tondachziegel nahmen Hans-Josef Berchtold (Technik-Vorstand), Ivanka Burger (Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat) und Alfons Hörmann (Vorstandsvorsitzender) entgegen (v.l.n.r.).

Einen großen Teil zum Erfolg der ungarischen CREATON-Ziegel trägt das hervorragende Tonvorkommen bei. Dank innovativer Produktionstechnik und dem Know-how der kompetenten Fachkräfte entstehen daraus Produkte für ein langes „Dachleben“.

Mit dem Ofenfest am 19. März 2008 wurde, nach nur einer knapp neunmonatigen Bauzeit, der Startschuss für die Produktion im zweiten ungarischen CREATON-Werk in Lenti gegeben. Durch die Investition von rund 33 Mio. Euro entstand dort einer der modernsten Produktionsstandorte europaweit, an dem künftig etwa 21,8 Mio. Flachdach- und Falzziegel jährlich produziert werden.

Bisher wurden etwa 50.000 Tonnen hochwertiger Tonerde jährlich am ungarischen CREATON-Standort verarbeitet, mit der Inbetriebnahme des neuen Werks II verdreifacht sich die Menge auf rund 150.000 Tonnen. Die Zahl der m²-Dachfläche erhöht sich dabei von ca. 0,6 Mio. m² auf nunmehr ca. 2,7 Mio. m² und wird damit mehr als vervierfacht. Möglich macht das unter anderem das hochmoderne Technologie-Herzstück von Lenti II – die  152 m lange Anlage mit einem über 8 m breiten Tunnelofen. Sie hat ihren Platz in der neuen 13.000 m² großen Werkhalle, die sich unmittelbar neben der ersten befindet. So können beide Werke wirtschaftlich aus dem gemeinsamen Sumpfhaus mit der fein aufgearbeiteten Tonerde bedient werden.

Zwei „Neue“ für ungarischen Dachmarkt

Bisher liefen in Lenti I rund 20 Mio. Biberschwanz- und Strangfalzziegel jährlich vom Band. Durch Lenti II kommen mit einem Flachdach- sowie einem Falzziegel zwei attraktive Modelle hinzu. Diese beiden, mit dem berühmten Produktdesigner M.C. Ludowici entwickelten Ziegel, zeichnen sich neben einer ansprechenden Optik, insbesondere durch hohe Wirtschaftlichkeit aus. Denn mit einem geringen Verbrauch von nur ca. 9 Stück pro m² bieten sie dem Bauherrn ein überaus gutes Preis-Leis-tungsverhältnis. Auch in punkto Technik werden sie den Markt begeistern. Denn mit ihrer ausgeklügelten Verfalzungstechnik schützen sie selbst bei hohem Winddruck zuverlässig vor Regen und Schnee.

Standortsicherung Deutschland

Wie schon der Bau des ersten Werks in Lenti, trägt auch die Erweiterung der ungarischen Produktionsstätte zur Standortsicherung Deutschland bei. Denn mit Unternehmen wie z.B. der Hans Lingl Anlagebau und Verfahrenstechnik GmbH & Co. KG (Neu-Ulm/ Krumbach), die die Planung und den Bau der innovativen Produktionstechnik übernahm, holte CREATON erneut auch deutsche Betriebe mit ins Boot. Und auch die deutschen CREATON-Werke werden vom neuen, ungarischen Schwesternwerk profitieren. Denn durch die steigende Bekanntheit des creativen Tondachziegels- und Zubehörsortiments im südosteuropäischen Markt wird auch die Nachfrage nach CREATON-Produkten „made in Germany“ weiter zunehmen.

70 Fachkräfte für ein Hochwertsortiment

Natürlich profitiert auch die Region Lenti von dem Neubau. So wurden bereits jetzt rund 70 neue Stellen im zweiten, hochmodernen Werk geschaffen. Damit wuchs das Mitarbeiterteam um Werkleiter Tibor Schmidt von bisher 50 auf 120 Personen. Sie werden künftig den südosteuropäischen Markt mit einem noch attraktiveren Tondachziegel- und Zubehörsortiment versorgen.

Expansion sichert Zukunft

„Gerade weil wir an unserem ungarischen Standort sowie im Exportmarkt seit mehr als einem Jahrzehnt sehr aktiv sind, sind wir als Unternehmen weiterhin erfolgreich“, so Vorstandsvorsitzender der CREATON AG, Alfons Hörmann. „Denn durch unsere internationale Orientierung sind wir nicht nur von der Konjunktur eines Absatzmarktes abhängig und können damit wirtschaftliche Schwankungen international zumindest teilweise ausgleichen. So lassen sich auch in konjunkturschwächeren Zeiten Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland dauerhaft sichern. Die Investition in Ungarn ist für uns ganz klar eine Investition in die langfristige Zukunft unseres Unternehmens und aller Standorte.“

28.03.2008